Saniertes Allendorfer Backhaus offiziell übergeben
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Letztes öffentliches Vorhaben in der Dorferneuerung abgeschlossen

"Wo man etwas wirklich will, sich einig ist und alle mit anpacken, kann man etwas erreichen", sagte am Samstagnachmittag Eva Götz, zuständig beim Kreis für die Dorferneuerung. Der Beweis für die Aussage war an diesem Tag die offizielle Einweihung des Allendorfer Backhauses, das im Zuge der Dorferneuerung mit sehr viel Eigenleistung des Heimat- und Geschichtsvereins saniert worden war.

"Wir sind sehr, sehr froh und wollen das Haus mit Leben erfüllen", versprach der Vorsitzende des Allendorfer Heimat- und Geschichtsvereins, Erich Wagner. Er und seine Vereinsmitglieder hatten in den vergangenen Monaten über 1.100 Stunden an dem ehemals baufällig Haus gearbeitet, in dem der Verein nun Hausherr ist.

Im Erdgeschoss ist der Backraum angesiedelt. Darüber hat der Verein ein eigenes Domizil, in dem zur Eröffnung schon die erste Ausstellung zusammengetragen worden war. Durch dieses Nutzungskonzept wurde die Sanierungsmaßnahme in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, so dass von den 215.000 Mark Kosten, 142.000 Mark übernommen wurden.

Wegen des desolaten Zustandes hätte man aktiv werden müssen, räumte Bürgermeister Bernd Schulze ein. Ob man ohne die Förderung aus der Dorferneuerung den "optimalen Zustand" hätte erreichen können, bezweifelte das Gemeindeoberhaupt angesichts der finanziellen Lage Greifensteins.

Der zuständige Planer, Klaus Grabowski, blickte auf die Sanierungszeit zurück. Als erste Maßnahme wurde bereits 1998 der Backraum vom Heimat- und Geschichtsverein wieder instand gesetzt. Nachdem die darüber liegende Gemeindewohnung frei geworden war, nahm man sich auch des übrigen Hauses an.

Da die Dachbalken in sehr schlechtem Zustand waren, entschloss man sich sogar, das Dach insgesamt anzuheben und mit einer Gaube auszustatten. Dieser zusätzliche Raum ist künftig Archiv und Arbeitsstätte der Heimatforscher.

Neben dem großen Engagement der HGV-Mitglieder wurde am Samstag auch der Greifensteiner Bauhof hervorgehoben. Als eine der Handwerksfirmen während der Sanierung in Konkurs ging, sprang der Gemeindebauhof ein und führte die Arbeiten so aus, dass alle voll des Lobes waren.

Anstelle des symbolischen Schlüssels erhielt Erich Wagner von Klaus Grabowski einen Handwerkszeugkasten. Die vielen Besucher der Einweihung konnten das Gebäude besichtigen, frisch gebackenes Brot kaufen und bei Einbruch der Dunkelheit das Lichterfest genießen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Frauenchor eine neue weihnachtliche Beleuchtung für den Ort gestiftet. Für zusätzliches vorweihnachtliches Gefühl sorgten die Allendorfer Chöre sowie der Posaunenchor der Evangelisch-Lutherischen St.-Pauls-Gemeinde.

Michaela Göbel